Wahnkadenz

Oktober 26, 2013

[Spatenchöre; bleiern, gestochen]

Nach dem Hochgesang auf Gemüt und Geblüt
Folgte just herrlich unkeusche Mariengleichheit
Entheiligt zwar, doch bordeaux umtrieben
[Wagnerian'sches Pfeifen; kecker Infernokanon]

Die Grenadiere schlafen schon. Ihre Granaten auch.
“Dein Waffenrock ist mir zur Reue verpflichtet!”
Innerst sieht’s hoch droben die Gewaltenheilung
Bestiegen im zuckernen Asbestleibchen

Mein gramer Finger spuckt auf deine Ästhetik
Ich trenne ihn ab, frische dein Rouge auf
Sacke hinauf, kreuzige dein Nagelbett
Fahre jäh hinab – für jeden weisen Frevel.

[Momentium lacht Spott und Geifer.]

Wankelmut schlägt seiden in Gebeine
Unsre Rücken ersteifen
“Rostburg.”
Kausal.

[Ab.]

A.E. 26.10.2013

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nⒶturligvis

Oktober 25, 2013

Einem Tropfen Wolfsmilch gleich
Gerinnen wir in schwerer Erde
Laben sie, ertrinken reich
Auf dass daraus ein Leben sterbe

Wir sollten’s doch erreifen sehen
Fackeln in die Klauen reichen
Als Futter unser Leben legen
Auf die Äste deiner Eichen

Zieh dich groß, sei Blut und Rache
Lass alle Häme von dir gleiten
Sei Taube, Fuchs, Katze und Bache
Nie gezähmt und nie begleitend

A.E. 25.10.2013

wolves2

Saaltag

Juni 28, 2013

Dia, Dia – folge Fingern und Zehen
Dia, lass uns übergehen!

Dia, Dia, Dia – man ist wohl recht vergnügt?
Dio mio! – Sieh, wie sich [All/Es] biegt
-
Aus dem Kosmos gespuckt
Hinein ins Fleisch
Gestirnen gleich
Leuchtet ihr als Komprimat
-
Wir sind hier nicht allein
Lass uns 2 Phalanxen sein!

Doch wo wir gingen, werden sie singen
Und wo wir lagen, wird man sich sagen
Und springen
Und morden
Und singen

A.E. 28.06.2013

Saaltanz

Heterogotterie

Februar 22, 2013

Kanonier! Dein Gott ist mir auf den Fersen
Kaum sah er züngelnd durch dein Auge
Schlägt der Wahn mir ins Gebein
Tröpfelt schale Unbill in Kontinente

Mörder! Omni zeigt sich deine Kirche
Nachdem wir unsre Fahnen brannten
Bin ich frei und sterbe ab
Speie Bregen auf dein Schuhwerk

Unikum! Dein Geschwisterkuss ist süß
Geheiligt wird, was Chaos schafft
Und ich zerschlage mein Kreuz
Lässt du mich an deinem beten

A.E. 22.02.2013

munch_med_doden

Entzeitigung

Oktober 20, 2012

Nicht mögt ihr koitale Inpomeranz
Doch sü[ph]isant Syphilis süffelnd
Zersteigt euch flehend dein Ihr
Erbrochener Geschmack im Komparativ

Nicht sagt ihr eure Tyrannei
Neu mit Tesla und viel Proviel
Tyranneu! Langobst und Magie
Steckt euch gegenseitig an! – die Wand

Begraben in Geschlechtsäckern
Gefunden nur in Träumen Fremder
Die Welt ist euch zu gern aus Fett
Und nihilistischen Imperativen

Nicht liebt ihr euch gegenseitig nicht
Um zweckdienlich und keusch zu sein
Um frivol mit Jade euch einzureiben
Doch irgendeiner Narbe zu folgen

Nicht denkt ihr an Körper
Nicht auch an Substanzen
Doch wohl an Kostüme und Figuren
Doch spielt ihr Egoismen

Wer von oben lebt,
Der stirbt von unten
Wer wandlerisch bleiben will,
heiligt sich blaphemisch!

A.E. 20.10.2012

[gras frz. Grass]

Juni 19, 2012

Dein Zunder funkt im Orion
Predigst Huren, gurgelst Nonn’
Bist doch nur davongekomm’
Hast dein Ego neu ersonn’

Dein Heldentum ist verbrecherisch, weißt du das selber nicht?
Dein Ton verbessert sich? Mach’ dich nich’ lächerlich!
Du hast dich selbst gerufen, schlägst deine gold’nen Hufen
Und gleitest wie auf Kufen, fühlst dich dazu berufen

Ich glaube dir nicht, du bist glatt wie ein Aal
Mit allerallerletzter Tinte füllst du den Saal
Biedermeister, Sprücheklotzer, du bist Skandal!
Ohne Patina bist du eigentlich egal.

Land! Land! Land! Mensch, Mensch, Mensch,
- mit klerikalem Frevel den Anschluss verpennt
Willkommen in grothesker Selbstherrlichkeit
Vermummte Phrasen der Heuchelei

Verdunkel du
Mach’ die Blöcke zu!

A.E. 26.05.2012

 

Wenn du durch deutsche Chimären schleichst
Und am Lebensabend ein Streichholz ziehst
Dich in Springers Gästebetten wiegst
Hat’s für Palästinas Freiheit doch nicht gereicht.

A.E. 19.06.2012

 

Bild

Nein, Miez!

Oktober 8, 2011

Am Ende der Moral da steht ein Schild
Ihr habt es ständig gern beschrieben
Mit roten Lettern, die Finger wild
Es sagt: Für die Katz’

In euren Köpfen kleben Schilder,
Die ihr gemalt, doch noch nicht lest
Eure Finger werden immer wilder
Ihr sagt gemäß: Für die Katz’

Im Universum steht ein Stuhl,
Den Gott bis heut’ nicht finden mag
Doch dieser Stuhl ist ein Geschenk
Für den, der keine Katzen hat …

A.E. 6./8. 10. 2011

Heiler räuspern sich, im Antlitz einer blauen Glatze
Baumeln Gemächte und die Hämmer, schmerzt der Hals
Stets heiser vom Fieber, streicheln Kehlen wie Katzen
In geschloss’nen Hospitälern die blutendenden Herzen
Doch die Welt bläst Salz

Selbst wenn eure fleißigen Pferde nie erlahmen
Schreien betrunkene Fahnen das Wohl klammer Ahnen
Tot!

Im Halse steckt ein schlechter Frosch, und wie sie wimmern
Wer soll weise sehen, was unter Leichenackern wohnt?
Die Vorhaut der Alten gehört geschnitten, um sich zu kümmern
Geht machtgrollend hinab unter blutenden Schmerzen
Himmel hilf, die Welt ist rot!

Selbst wenn die fleißigen Pferde nie erlahmten
Eure Fahnen versprachen das Muss vom Ungeahnten!
Tod!

Auf Abendland nach Schätzen suchen: Allzu sehr verdrießlich
Bitter übt man besonnen gepflegtes Weitergeh’n
So öffnet ein Mädchen die Konferenztür schließlich
Und sagt mit merklich verkniffenem Scherzen:

“Keine Salmiakpastillen für Konferenzraum 14!”

A.E. 28.09.2011

Selbstverständlich muss man sich über längst gängige Lächerlichkeiten seitens neofaschistischer Sprachschänder heuer weder übermäßig aufregen noch sonderlich wundern. Während sich jedoch erwähnte Intelligenzflüchtlinge noch in T-Hemden hüllen und Musik von der Lichtscheibe hören, ist eine radikale Sinnentwertung bedeutungsschwangerer Überworte mittlerweile unumkehrbar. Die Rede ist, ganz sprachenübergreifend, von der sich peu à peu vollzogenen Entleerung des Wortsinnes. In den Kontext des Individualismus-Begriffs gerückt, will ich mich folgend vorrangig mit dem Verlust des Zynismus’ befassen. Der Tod des Zynikers ist also unlängst eingetreten …

Die Überlegung, wo Zynismus anfängt und aufhört, ist weder neu noch sonderlich unmodern. Ich widmete mich diesem Thema ganz direkt erst, nachdem ich von einer mir sehr vertrauten Person bei Wein und Musik und entsprechend losgelöstem Gesprächspotential darauf hingewesen wurde, wie sehr es erwähnte Person erzürnt, dass sich die Jüngsten der Jüngeren selbst als “zynisch” betrachten. Die zu kritisierende Masse verneint ergo ihre Kenntnis über die eigentliche Bedeutung des Wortes Zynismus an sich, setzt ihn gar mit Ironie und Sarkasmus gleich bzw. verwechselt alle Begriffe ganz schlicht und dumm. Das ist nun ca. 4 Jahre her.
Seitdem hat sich am Fazit dieser Beobachtung nichts geändert, im Gegenteil. Aussagen der Marke “Achtung, ich bin Zyniker, das ist eben einfach so!” (Rechtschreibung zur Verdeutlichung korrigiert) kann man heuer ebenso häufig lesen, in jeder Weise Selbstbeschreibung und Selbstdarstellung verpflichtet.
Vergleiche können insofern gezogen werden, dass ähnlich inflationär Phrasen wie “ich bin ein wenig verrückt” oder “Was ich nicht mag: Unehrlichkeit” (beiderlei ebenfalls mit Profilierungsabsicht) nahezu nahtlos ans vermeintliche Zyniker-Outing angehängt werden.

De facto erwächst Zynismus nicht aus einem selbstangedichteten Humor, einem rhetorischen Talent oder vermeintlicher Eigenweisheit, die 80% der brandaktuellen Präsentanten (12-42) offenbar eimerweise in die Wiege geschüttet bekamen. Zynismus ist viel mehr die Quintessenz aus Verbitterung und Resignation bzw. die sich auf diesen Faktoren fußende prä-weise Verarbeitung negativer Erfahrungen, Lebensabschnitte und Gedanken rund um den (philosophischen) Existenzialismus. Um tatsächlich zynisch zu sein, braucht’s selbstverständlich ein gerüttelt Maß an Intelligenz, keine Frage, aber einzig auf den Geist (bzw. die Geistesfähigkeit) kommt es hierbei nicht an, (empathische) Intelligenz und Weisheit bedingen gar das Erfahren persönlicher Tiefpunkte und -phasen. Verbitterung und Resignation sind schlicht und ergreifend Erfahrungswerte. Da Melancholie und Verzweiflung, die Grenzwerte aller romantisch-negativen (mit Pathos: bittersüßen) Gefühle, allerdings allzu unabhängig von Geist, Wissen und Empathie erfahren werden können, ist eine Differenzierung hier unglaublich schwierig. Allzu wichtig wird dann doch immer und stets die Selbstheit des Einzelnen. “Jeder ist sich selbst der Nächste” könnte man sagen und eigentlich Jeder hält sich selbst für wichtiger meinen. Das Ego ist, egal wo und auf welche Weise, stets überkonditioniert (bspw. ist die Liebe, welcher Form auch immer, ganz dem Eigennutz verpflichtet). Das kann für Außenstehende unbemerkt bleiben, kann sich aber auch, und das ist der häufigste Fall, in mehr als platter Selbstdarstellerei ausdrücken. Die Folgen sind logisch: Wenn 70% einer hier/jetzt unbestimmten Anzahl Menschen bspw. in ein Internet-Profil schreiben, sie seien Zyniker, ist die individualistische Absicht dahinter zwar erkennbar, aber stante pede revidiert, da es kein individualistischer Aspekt ist, zynisch zu sein, wenn 70% mehr oder weniger Aller (nicht der Fluss) behaupten, zynisch zu sein. Daraufhin werden die Worte zynisch, Zyniker & Zynismus ganz automatisch zur Floskel. Zu einem Identifikator vieler. Zu Worthülsen.

Man kippt sozusagen das Wortfass aus und die Inhaltsbedeutung verteilt sich großflächig über ausgetrockneter Hirnerde, was eine Sinnlosigkeitsüberschwemmung nach sich zieht. Die geistige Dritte Welt.

Ich möchte sagen, dass Zynismus keine Haltung ist. Man kann sich Zynismus nicht er- bzw. begründbar machen wie bspw. eine politische oder religiöse Meinung/Einstellung. Echter, eigener Zynismus, und man rufe sich hier die genannten Erfahrungswerte Verbitterung und Resignation zurück, scheint mir viel mehr ein punktueller Selbstläufer zu sein. Eine Sprache der emotionalen Isolation. Die Prostataentzündung der Seele. Bspw. kann man sehr gut gezielt ironisch und sarkastisch sein (sofern die nötige Schlagfertigkeit vorhanden is’). Zynismus, auf absolute Emotionalität bzw. der Verkrustung und Verhärtung selbiger aufbauend, stellt sich aber, meiner Erfahrung nach, hauptsächlich in solchen Fällen ein, wenn mitten im Gespräch der Sinn von Dasein, Aktion, Reaktion, usw. marginalisiert thematisiert wird. Vor allem während Auseinandersetzungen sich sehr gut kennender und im Grunde zugeneigter Personen. Ich will nicht behaupten, zynisch zu sein sei automatisch ein Hilferuf, aber der tatsächliche, starre, eben bittersüße Zynismus ist durchaus ein Hinweis auf die psychische Verfassung des in dem Moment zynisch Seienden.
Folglich ist es schlicht grotesk, wenn, und jetzt erlaube ich mir einfach alberne Hetzpolemik, mittelgebildete 16-Jährige oder mit Größenwahn küngelnde Prä-40er von Zynismus schwadronieren, nur weil die sechs Monate alte Beziehung im Arsch und die verdammte Katze verreckt is’ oder aber der fette Arsch vor lauter WoW-Zocken (Klischee, das sitzt!) 5 Tage kein Sonnenlicht gesehen hat und folgerichtig die eigene Sozialisation dahinsiecht!

Eine Ausnahme mag, um das kurz einzubringen, eventuell die Rolle des Autors sein. Es ist sicherlich kein Quatsch, dass ein guter (?) Autor beobachten können muss, um die gesammelten Erfahrungen mit den eigenen, und daraufhin mit persönlichen Erkenntnissen so zu vermengen, um aus sich überhaupt einen guten Autoren machen zu können. Als Beispiel könnte man hier Thomas Bernhard anführen, welcher stets semi-nihilistisch (glaube ich) und destruktiv, oder auch zynisch und beinahe erheiternd gelesen werden kann. Zynismus als Werkzeug der Kunst ist also weitestgehend ungefährdet, da der Autor in erster Linie immer objektiv ist/schreibt.

Es stellt sich also mal wieder die Frage nach dem Ursprung – dem “Hä?”

Und mir fällt gerade auf, dass ich eben diese Frage obig eigentlich bereits beantwortet habe: Der Teufel steckt im System. Genau genommen im medialen System. Die Austauschbarkeit von Personen, insbesondere zur Muße-Epoche des Internets, macht einen horrenden Mangel an tatsächlichen Persönlichkeiten deutlich. (Ob erwähnte Austauschbarkeit schon immer da gewesen ist (sehr wahrscheinlich) und/oder das Internet nur eine sozio-demografische Lupe ist, die diesen Zustand erst direkt deutlich macht (noch wahrscheinlicher), steht auf einem anderen Blag oder Blott.) Der Krieg um das Anrecht auf Individualität ist in vollem Gange. Denn darin begründet sich das Aus- und Erschöpfen jedweder sinnstiftender Ressourcen. Der Zynismus, also ein Begriff, der bspw. einer (je nach Geisteshaltung) anzustrebenen Altersweisheit näher steht als vergleichsweise die koitale Ausbeute eines ganzen Lebens, wird zum Sündenbock einer postspätromantischen Fehlentwicklung der Gesellschaft, ihres Wertesystems und ihrer Zöglinge.

Skandal! Pseudo-individualistischer Mob schlägt alten Zynismus tot! Vernunft hofft auf Hilfe aus der Bevölkerung.

Man kann derartige Entwicklungen mehrfach beobachten. Eben vor allem beim Ausleuchten solcher Schlagwörter wie Individualismus oder Liebe. Man spricht nicht umsonst von einem “inflationären Gebrauch” dieser oder jener Phrase, dieses oder jenes Wortes. Die Quantifizierung bzw. Verwirtschaftlichung von Sinn und Bedeutung, also von philosophischen Inhalten, tötet ergo den Menschen als individuelles Subjekt. Fällt man diesem Konstrukt anheim, ist man fast noch sinnfremder als eingangs erwähnte Hitleranten. Das System meint radikale Gleichschaltung.

A.E. 05.09.2011

Ziehferkel ’42

April 14, 2011

Mit linker Hand hält’s sich die Kehle
Mit Rechter nur den Mund
Wird sich vom Herzensmute stehlen
Läuft zum Sendetermin rund.

Hat den drecken Besen gern im Hirn
Läuft gar grimmig mitt hinein
Sieht sich bald vorm Dreigestirn
Wird ein ewig Ferkel sein.

Ruß quillt aus dem dicken Specke,
Will, wie wir, nur freie sein
Liegt gemäß nur in der Wecke
Will sobald kein’ Freiheit, nein.

A.E. 14.04.2011

Adieu la morale

April 6, 2011

Die Welt schaut stetig links und rechts
Auch in den Schein hinein
Verträumt die Ehren des Gefechts
Längst verlor’n an die Devoten
Den Wächtern der toten Despoten

Verrat beschlich auch längst das Buch
Will in Lein’ gewickelt sein
Erkennt den Geist noch am Geruch
Fängt an zu schrei’n, muss sich bekoten
Im Blicke all der toten Despoten

Die Wahrheit gräbt im Menschenwald
Will mehr Wein, doch findet kein’
Und aus der dürren Kehle schallt’s:
Ich bring’ mir nichts, gehör’ verboten!
Hinauf die Allee der toten Despoten

-

Der Teufel tanzt die Sarabande
Nicht nur dort, auch hierzulande
Und wer meint, dass der Schein trügt
Wird bedacht mit: das Schwein lügt!

A.E. 06.04.2011

Wir nähen

Oktober 23, 2010

Am Ächzen zu erkennen ist
Der Rost im rechten Arme
Und weil die Nadel hungrig wird
Stechen wir ins Kalte

Alle Leiber aneinander
So lässt sich rücklich leben
Was unbetrachtet sich gehört
Kann sich auch rücklinks töten

Die Spitze ist so stumpf …
Ich hör’ die Nadel spritzen
Will sie an Säulen feilen
Nur, meine Leichen liegen.

Der Daumen drückt auf’s Öhr
Knospen sprießen bald
Blau wie jedes Äuge sieht
Wir nähen stet, doch bleiben jung.

Fetz an Fetzen, Leib an Leib
Keine Zeit für Menschlichkeit
Ich flick’ zusammen, was gescheit
Vernäh’ zu frühe Zärtlichkeit.

A.E. 23.10.2010

Es …

Oktober 23, 2010

… wird nie ein Ende geben!

Die Verlorenen

Oktober 23, 2010

Wenn wir durch Amöben gehen
Schreit’ man stolz mit Lust im Schrei
Und wenn wir uns in Metern seh’n
Geht man an sich heiß nur vorbei

Sich selbst ist man Amöben fern
Springt von einer gern zur nächsten
Sucht und sucht den Boden gern
Kennt kleinste und die höchsten



Im Irgendwann wird man sich sehen
Blühend sich zur Seite stehen
Im Joch der Masse sich verzeihen
Und wie Amöben Formen schreien.

A.E. 20.10.2010

Quasinus

Oktober 4, 2010

Am Anfang der Bananenfrucht
Stapft eine kleine Laus und sucht
Im Sande nach Verschüttetem

Und in der Senke angelangt
Versinkt ganz just die Laus und bangt
Um ihren Kopf, den büttenen

Im fernen Ende der Banane
Steckt eine Fahne
„Die Zerrütteten“

A.E. 04.10.20010

Über viele Jahre hinweg und in allzu häufigen Situationen war ich erduldend, hoffte auf eine speziellere Ausformung meines medialen wie künstlerischen/kunstinteressierten Charakters. Aber ab heute weht ein anderer Wind!

Es geht zwar lediglich um Musik und Film, aber doch sind mir diese beiden Ausdrucksformen als Konsument derart wichtig, dass ich es für nötig halte, meine Empörung über aktuelle Zustände zum Ausdruck zu bringen.

Wie eingangs erwähnt, hielt ich’s lange Jahre für die höflichste und gleichwohl konstruktivere Herangehensweise an Gespräche über Ton und Bild, dem häufig nicht gerade kleinen Schwall an Empfehlungen geduldig gegenüber zu sitzen. Nach beinahe einer Dekade des Sammelns von Empfehlungen und selbstverständlich auch der Anhäufung eigener Versuche, Experimente, Umorientierungen, Stippvisiten usw. bezüglich allerlei mannigfaltiger Bild- und vor allem Tonkunst, erlaube ich mir, zu behaupten, einen durchaus prächtigen Erfahrungsschatz zusammengetragen zu haben. Und spätestens bei dieser Erkenntnis wurde ich stutzig: Weshalb werden mir immer noch Vorschläge unterbreitet, ich solle mir doch dieses anhören oder jenes ansehen? Prinzipiell bin ich für jede Anregung offen, definitiv. Ich betrachte folgend beschriebenes Dilemma mittlerweile allerdings als zweierlei Dreistigkeit: Zuvorderst scheint es rein gar nichts zu bringen, sich im Dialog (wenn denn tatsächlich notwendig) selbst einzugrenzen, um erhofftermaßen irgendwelchen Schrottempfehlungen sogleich den Wind aus den Segeln zu nehmen. Sprich: Eine Aussage wie “Ich bevorzuge lieber Independent-Filme und beachte das große Hollywood-Gepansche nur marginal und bestenfalls zum Ausnüchtern” oder “Ich habe damals zu viel Melo Death Metal und MetalCore gehört, sodass mir diese Musik heuer als überholt, ausgelutscht, langweilig und folgerichtig nicht interessant erscheint” stößt keineswegs auf Verständnis und Einsicht, nein. Die mir gegenüber sitzende überweise Film- und Musikkoryphäe überliest mit aller rotzfrechen Galanz meinen durchaus diplomatischen Hinweis und empfiehlt auf Teufel komm raus einfach weiter – und zwar den lahmarschigsten Blödsinn, den man sich anschauen bzw. -hören kann. Es ist, als würde ich auf den Markt gehen und Onkel Rudi drückt mir statt einem Wirsing 2kg Bananen in die Hand. Nicht unentgeltlich versteht sich.

Gewiss habe ich sehr viel Verständnis für oftmals unterforderte Egos im Zeitalter wirtschaftlicher Unsicherheit und gesellschaftlicher Verkalkung fußend auf einem kapitalfaschistischen Ignoranzprogramm. Und selbstredend habe ich keineswegs vor, zu pauschalisieren. Aber genau dort steckt der Hase im Pudel: Anhand des Umgangs eines Menschen mit Medien und der daraus resultierenden Fähigkeit einigermaßen ausgeglichener Konversation, kann man als wohl zumeist zurückhaltender Beobachter die Qualität eines Menschen bestimmen. Dass vor allem der Musikgeschmack in erstaunlich vielen Fällen auf Aspekte wie Intelligenz, Toleranz und geistige Reife hindeutet, ist ein offenes Geheimnis. Worum es mir hier im Besonderen geht, ist die Überheblichkeit, die das enorme Gros an leidenschaftlichen Musikhörern und Cineasten ausmacht.

Freilich kommt derartige Kritik niemals ohne eine Beleuchtung des Selbstwertgefühls des Kritisierenden aus. Und ja, ich finde es durchaus ärgerlich, dass bei aller Offenheit für Tipps und Ratschläge meine eigene Kompetenz nicht ansatzweise herausgefordert wird. Ausnahmen bestätigen hier zwar ebenso die Regel, aber ich beziehe mich auch auf die grobe Masse, nicht auf Einzelfälle. Als interessierter Mensch mit dem Willen zum freien aber ausgeglichenen Dialog möchte ich doch ganz automatisch sowohl nehmen als auch geben, oder nicht? Sicherlich, es gibt Situationen wie “Ich weiß nicht, was ich anschauen oder hören soll, hast du nicht etwas Interessantes für mich, das ich noch nicht kenne?” Derlei Momente bestehen hauptsächlich zwischen sich gegenseitig ergänzenden Individuen, wofür allerdings eine Art Freundschaft bzw. Respekt auf nicht oberflächlicher Ebene Voraussetzung sein muss. Die Selbstverständlichkeit mit welcher dieser Respekt seitens des Mobs vorausgesetzt wird, erschüttert mich jedoch zunehmend. Ein Mittzwanziger mit dem musikalischen Horizont eines sechzehnjährigen Schulmädchens propagiert Bands und Titel mittels nahezu universeller Heiligkeitsbekundungen? Spätestens dann setzt selbst meine Vernunft für einen kurzen Moment aus und meine Iris mimt eine Hakenkreuzschablone: Falsch und scheiße! – Dabei hängt eine ungemein entspanntere bzw. entspannendere Kommentierung lediglich von einer entradikalisierten Hervorhebung beworbenen Stückes/Films ab. Man könnte zum Beispiel statt “Das Beste auf der Welt” ganz gediegen “Das Beste, was ich je gehört habe” sagen. Wie schwierig ist das? Zumal man damit ganz grazil genau diesen Leuten nicht in die Eier tritt, die das zigfache an musikalischer und/oder cineastischer Kompetenz vorzuweisen im Stande sind. Aber offenbar muss es genau andersherum sein: Die banalsten Leute kehren mit Goldbesen, während sich echte Kenner, Open-Minder und Gourmets bedeckt halten, respektvoll sind und vielleicht genau deshalb sich, so erbärmlich ihre Interessengebiete zuweilen geraten sein mögen, eine gewisse Anmut bewahren können.

Natürlich könnte man sagen, dass eine Reaktion auf obige Fürchterlichkeiten mit “Ich stehe über den Dingen” vermutlich die smarteste wäre. Aber ich glaube das nicht, ehrlich gesagt. In Zeiten absoluter Medialisierung, in denen sich die hinterletzten Kindsköpfe problemlos über Hotz und Plotz informieren können (quasi Filme sehen und Musik hören), dem jedoch ohne den Ansatz von Tiefgang begegnen, sich dann aber doch mit einem vermeintlich unbeschränkten Horizont zu schmücken gedenken, ist es doppelt notwendig, dass es elitäre Instanzen gibt, die komplett unlimitiert ein Gegengewicht zu all den Pseudo-Künstlern, Möchtegern-Individuen und Mainstream-Huren bilden. Fragt sich dann nur, wer dafür in Frage käme. Ich sicherlich nicht, da ich zumindest erkannt habe, dass Weisheit lediglich das ist, was man anstreben sollte und hoffentlich erreicht hat, wenn man auf dem Sterbebette liegend über genau diese Weisheit nachdenkt.

Woher, frage ich, woher wird sich mit ungeheuerlicher Selbstverständlichkeit das Recht genommen, seinen eigenen Geschmack derart zu glorifizieren? Ein Geschmack, welcher unter den meisten Anspruchsvollen wohl gar keiner ist. Zumal’s tatsächlich nur eine rhetorische Herausforderung darstellt, sich seinem vermeintlichen Niveau entsprechend angemessen zu artikulieren. Ich bin eigentlich überfragt.

Es gibt häufig kaum etwas Schöneres, als sich über seine Vorlieben auszutauschen. Vor allem, wenn beteiligte Persönlichkeiten ausreichend offen an eventuelle Obskuritäten herangehen können. Weshalb dann muss das eigene Fass derart bodenlos sein? Wieso und warum neigt man zur Selbstübersteigerung mittels Musik und Film? – Gewiss gibt es Schreihälse, die meine Einschätzung der Problematik als dramatisiert auslegen, ja. Allerdings nur desalb, da ihnen gar nicht bewusst ist, mit welchem Narzissmus dem wahrhaftig universellen Komplex Kunst begegnet wird. Vor allem in dem Alter! 80% der zu kritisierenden Menschen haben kaum die Volljährigkeit erreicht und möchten trotzdem gerne ihren allzu individualisierten Fundus an noch einzigartigeren Vorlieben unterm Kopfhörer, auf Konzerten, im Kinosaal oder auf/unter/hinter der heimischen Couch breittreten. Ich frage: Was ist so kompliziert an ein wenig Geduld? Etwas Contenance? Sich selbst eingestehen, dass man jung ist und interessiert an dem sein, was da kommen möge. Sicherlich eine äußerst allgemeine Aufforderung, aber trifft sie sehr wohl auch auf das Kennenlernen und Erforschen von Medien zu. Subkulturen sind nichts wert, weil kommerzialisiert, also ist es auch völlig unerheblich, sich auf die paar Bands, die man ach so anbetet (und in 10 Jahren vermutlich belächelt), ca. stündlich die Wurst zu pellen respektive das Brötchen zu schmieren.

Es ist ein unsinniger und allzu kitschiger, doppelmoralischer Ansatz, zu behaupten, jeder Mensch sei etwas Besonderes. – Herausragend, tatsächlich individuell zu sein, ist eine Herausforderung! Und ob man Selbige meistern kann, ist eine Frage des Alters, der Jahre die und wie man sie verlebt, wovon man sich inspirieren lässt und wie leidenschaftlich man sich dem Leben entgegenstellt. Selbstüberschätzung zeugt lediglich von nichts weiter als nervtötender Naseweisheit. Und da insbesondere Musik und Film (Literatur selbstverständlich auch – sogar mehr noch – dem widme ich mich aber ggf. an anderer Stelle) formen, inspirieren und nicht zuletzt unterhalten sollen, ist es nahezu lächerlich, sich, seine Vorlieben und den eigenen Erfahrungsschatz als unfehlbar bzw. ultimativ zu denken. Wie so oft: Der Weg ist das eigentliche Ziel … Er selbst weiß das, ich hab ihn gefragt.

A.E. 26.07.2010

Der Grund

Dezember 2, 2009

Zwei Dekaden aus Glanz und Macht
Habt’s geschafft, weiß nun keinen Ort
Heiße Schönheiten, deine Fracht
Weiß von Dir mitnichten fort

Der dumme Grund, dem ich blutlos blieb
Der heiße Grund, nach dem ich strebte
(Auf zwei Böden wird’s mir nicht lieb)
War Erdengrund, auf dem ich lebte!

AE 02.12.2009

Paragon Records
2007

http://www.myspace.com/aetheriusobscuritas


Stippvisiten lohnen sich!

Vor einem sicher bis heute standhaften Szenekanon aus schwachbrüstigen Burzum-Nachäffern und versoffenen Darkthrone-Kopisten kann man mit Seitensprüngen in andere musikalische Gefilde flüchten. Von Zeit zu Zeit zahlt es sich aber doch aus, die Ohren ins wohl oftmals zu stiefmütterlich behandelte Subgenre Black Metal zu stecken. Weht dort denn tatsächlich ein frischer Wind? Im Überblick wohl kaum. Beinahe übernatürlich spärlich gesähte Perlen gab es vor 10 Jahren aber schon und glücklicherweise heuer ebenso.
Als zuletzt hinreichend abgefeiertes Werk muss hier nun “Víziók” von Aetherius Obscuritas bzw. dem Alleinunterhalter Arkhorrl an den Mann. So scheint’s mir doch, dass sich nicht nur Mörker (mit ihrem “Höstmakter”) authentisch und erfolgreich der Erfolgsrezepte allseits beliebter und gleichwohl prägender Überalben aus Norwegen bedienen. Auch der eben erwähnte Mastermind aus Ungarn durchbricht das Mittelmaß, indem er sich erquickend an Althergebrachtem vergeht.

So weht also stets das blau-weiß-rot bekreuzte Schnupftuch überm Kaminsims. Mit beinahe dreist eingängigen Melodien gelingen dem Herren allerlei nostalgische Verzückungen. Ein glückliches Händchen beweist Arkhorrl hierbei mit seinem Vermögen, deutliche Einflüsse und Orientierungspunkte sichtbar, aus eigenen Ideen aber keineswegs klauende Nullnummern zu machen. So weiß man hier sehr gut, alten Taake die Ehre zu erweisen sowie einige Dramaturgien aus der melo-romantischeren Hälfte Norwegens zu mopsen (siehe “Mysterious Path of Desires”). Dabei gibt man sich vorerst recht abwechslungsreich. Wo Keyboards bzw. Chöre oder Flöten nur den entsprechenden Refrain würzen, ist man überdies recht geschickt mit Tempiwechseln, Breaks und ähnlichem instrumentellen Firlefanz. Einer, wie erwähnt, beinahe frechen Eingängigkeit geht man selten bis nie verlustig, da Melodien und Songaufbau immer wieder logisch ineinander greifen. Songdienlichkeit schimpft man sowas heuer. Ich würde glatt Talent dazu sagen. Denn an mitreißenden Passagen mangelt es “Víziók” nicht. Wenn auch nach der groben Hälfte des Albums das Tempo dauerhafter angezogen wird, wissen die Stücke mindestens zu überzeugen; oft auch zu begeistern. Dieser thematische Wandel wird durch ein famoses Cover Ragnaroks (“Menedékem a Sötétségben” = “My Refuge in Darkness”) eingeläutet, welches mir persönlich sogar noch besser gefällt als das Original. In aller Subjektivität glückte also der Wagemut, die Qualität der ersten Songs, trotz des strukturellen Wandels in Richtung Härte, zu halten.
Einzig “Black Moorland” tanzt konzeptionell völlig aus der Reihe und bietet den üblichen Depri-BM-Einheitsbrei, welchem man längst überdrüssig war. Zwar geht dem Stück eine gewisse Hypnotik nicht ab, ins Gesamtbild passt er dennoch nicht und stört den Fluss des Albums. Erst nach dem sich anschließenden Klimpermezzo, “Who never really left”, geht’s wie gewohnt weiter und demnach zur Sache: Treibender Black Metal mit einem Finger in jedem Topf; sei’s nun technische Bodenständigkeit, herzblutige Leidenschaft, kesses Melo-Geschick, erwähnte Eingängigkeit oder überhaupt Qualität.
Einen Querverweis nach Westskandinavien gibt es allerdings noch: Arkhorrl krächzt in seiner Monotonie einem Früh90er Grutle Kjellson zu “Yggdrasil”- oder auch “Frost”-Zeiten gar nicht mal unähnlich. Mit allerlei Grimm vorgetragener, gepresster Gesang ohne viel Varianz also. Selbiger recht deutlich im Vordergrund angeordnet, gibt der Scheibe ein Gros seiner primär latenten Aggression und Ruppigkeit. Leider ging dem Schlagwerk etwas der Druck abhanden, weshalb die Songs zwar, melodisch wie sie sind, enorm viel Drive erzeugen, die Taktstation aber verhältnismäßig wenig dazu beiträgt.

Verzückungen also bietet “Víziók” zweifelsohne. Ob nun für jedermann, sei mal dahingestellt. Ganz subjektiv gesehen ist dieses Album jedoch ein Lichtblick in Richtung Osteuropa und ein weiteres Indiz dafür, Black Metal doch als Kramkiste qualitativ hochwertiger Musik schätzen zu müssen. Mörker, In Tormentata Quiete und Aetherius Obscuritas haben es 2009 geschafft. Dem anstehenden neuen Jahr schleudere ich folglich ganz klischeetauglich ein besudeltes Kruzifix entgegen und sage: Auf ein noch Besseres!

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Feelin’ no tide turning …

Die Schlimme

November 15, 2009

Rostig ist’s, das Pumpen unsrer Peristaltik
War so rosig nie, nie zuvor
Sind zum Gebären itzt angehalten
Bevor man seinen Tag verlor

Mit dem Kalender ging der Kalendergang, schlägt’s den Kalendergong
Mit dem Kalender ging der Kalendergang, schlägt’s den Kalendergong

Fahrig ist’s jähe Faserfühl – glo-, gla-, glimmend
Rupft mir gülden Sicheln aus, aus
Rein das Harmlos bejämmerlicht einnehmend
Schreit sich einer Schlimme aus …

Mit dem Kalender ging der Kalendergang, schlägt’s den Kalendergong
Mit dem Kalender ging der Kalendergang, schlägt’s den Kalendergong

A.E. 15.11.2009

cross

Ea, Fliehen!

November 4, 2009

Ziehe ich den Zelebrativ
Leg ihn ins heil’ge Hirngebein
Ist’s Ich euer heißer Stief
Der Sohnschwanz kreist um sich allein

Legt ihr ganz zelebratief
Weichen meine Stimmen ein
Ist: Die Weiche lief
‘S ‘Leinesein wird sich rein

Reißt das Wort – Zelebrativ!
Stopfet die Äbel in den Kain
Leid ist niemals relativ
Stieg man feiernd nur hinein

A.E. 04.11.2009

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Bleimir

Oktober 31, 2009

Die Wiese ist mir jeher hold, bin stets gern ins Grün geschwommen
Strotzet sie vor Blei wie Gold, bin ich aus dem Moos gekommen
Wachs ich aus im Sonnenrausche, pflück ich alle Blüten bald
Was ich mit dem Leben tausche, reiche schnell, denn sie wird alt

Dem Lichte schenke ich mein Haupt, bin ein kopflos’ Blümelein
Stoß’ mit dem Hals ins dumme Kraut, gegossen in dein Blei hinein
So schmiegt sich mir kein Rasen an, sorgt für meine Auferstehung
Reich nicht an die Sonn’ heran, bin so schwer in Niedergehung …

A.E. 2./31. 10.2009

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Ein kleiner Zorn im Stuhl der Nacht
Bringt Blut und Gut in Einigkeit
Macht Morgen gelb, bricht, was sie macht
Ist im Heute prophezeit

Das kleine Weh im Gang des Jetzt
Staut kleine Zörne prophyliert
Lässt gestern sterben, da morgen hetzt
Wird im Jetzt schon malträtiert

Die kleine Angst im Schritt der Zeit
Wird gehäutet durch Entzweiung
Bricht nur, was schon längst entzweit
Dem Lästergestern zur Verzeihung …

A.E. 14.06.2006

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L’ankündigung

Oktober 29, 2009

Mehr als einen Zentimeter dick soll’s werden und kursiert bereits phantomhaft nach einer Seite im Netz: “Fokeen” (Arbeitstitel) ist geplanter als so manches Kind jemals gewesen ist. Deus ex machina. Ob die einzelnen Abschnitte hiesig präsentiert werden, ist noch nicht bekannt. Vaterstolz war eh schon immer Heuchelei. Zum Selbstzweck sei aber ein neues Kapitel prosaischen Schaffens eingeläutert, welches nicht nur deliriös zurechtgepanschte Kurzgeschichten meint. Alarm!

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